Mit ‘vegan’ getaggte Beiträge

Weihnachtliche vegane Vanille Seufzer

Veröffentlicht: November 27, 2013 in Veganes Leben
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Was sind eure veganen Lieblings-Plätzchenrezepte?

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Kochmuffel-Dasein

Veröffentlicht: November 16, 2013 in Veganes Leben
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Hach, das Bild bringt mich immer wieder zum Schmunzeln… 😀

Aber trotzdem, irgendwie trifft es den Nagel auf den Kopf. Viele Menschen glauben einfach, Veganismus sei der pure Verzicht. Und ganz ehrlich, ich war mit zum Beginn meiner Veganer-Karriere auch sicher, in Zukunft ein trostloses, genussfreies, meiner Moral unterworfenes Leben führen zu müssen… 😉 Nein, ich war mir nicht im Klaren darüber, WIE abwechslungsreich eine rein pflanzliche Ernährung sein kann. Und mittlerweile hat man ja nicht nur die „Grundnahrungsmittel“ zur Verfügung. Das Angebot an veganen „Special-Foods“ wird größer und größer und größer….

Zwangsläufig muss man sich, wenn man sich vegan ernähren will,  mehr mit Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen auseinandersetzen. Und ja, auch ne Menge „Convenience-Food“ fällt flach. Aber um so mehr man herausfindet, desto glücklicher ist man im Nachhinein, dass man dieses Zeug nicht mehr isst.

Und ich glaube, das erklärt auch, warum so viele Menschen mit dem Eintritt in die „vegane Welt“ ihre Liebe zum Essen neu entdecken. Es wird gekocht, gebacken und fotografiert… Wird schon schwer nen „veganen Blog“ zu finden der keine Fotos von Nahrungsmitteln erhält. Das tollste daran ist aber, dass diese Sachen häufig mit so viel Kreativität und Liebe zubereitet und angerichtet worden sind, dass man meint, da sind „Sterneköche“ am Werk.

Mich machen diese Fotos immer hungrig. Und ja, ich gebe zu, auch ein bisschen melancholisch… 😉
Weil ich hab mich in der letzten Zeit zu so nem richtigen Kochmuffel entwickelt. Und diese Bilder führen mir das doch ziemlich deutlich vor Augen.

Also, ich liebe Essen… Immer noch. Aber ich bin in der letzten Zeit so unmotiviert und unkreativ was das Kochen angeht. Und ich würde das alles gern mal probieren, was die Menschen da in ihren Rezeptblogs veröffentlichen… So lange ich es nicht selber kochen muss. 😉 Früher, in Vegetarier-Zeiten, hab ich wesentlich mehr gekocht und experimentiert, viele viele Kochbücher gelesen, fast jedes Wochenende gebacken und manchmal stand ich echt ewig in der Küche. Kochen war mein Hobby. Mittlerweile hab ich mein „Standartessen“ und versuche den Aufenthalt in der Küche so kurz wie möglich zu halten. Naja, Zeiten ändern sich…. Falls ich allerdings mal wieder Bock hab, so richtig kreativ zu kochen… An Rezepten mangelt es in der veganen Szene definitiv nicht! 🙂

Da es mir aber momentan dennoch an Motivation für eine längere Küchensession fehlt…. Gibt’s heute Abend Nudel. Und was soll ich sagen? Ich freu mich drauf! 😀

Veganismus auf 3 Ebenen

Veröffentlicht: November 10, 2013 in Gedanken, Veganes Leben
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Ordnung ist das halbe Leben… Oder die halbe Diskussion.

Vieles ist (für andere) selbstverständlich und vielleicht wird sich der ein oder andere jetzt fragen…. Was will sie denn jetzt? Versteht sich doch von selbst…. Für mich war es bis vor kurzem nicht selbstverständlich, in meiner Argumentation herrschte keine Ordnung. Bei der Frage: Warum vegan leben? explodierte ich regelrecht. Und Argumente aus diversen Bereichen sprudelten aus mir heraus. Wild durcheinander. Und die Argumente der Gegenseite springen oft auch von einem Bereich zum anderen. Wird gerade noch erläutert, dass der Mensch ja schon immer Tiere gegessen hat und es deshalb unnatürlich ist, keine Tiere zu essen (Ethik), geht’s im nächsten Atemzug darum, dass es unmöglich ist, Landwirtschaft ohne Tiere zu betreiben (Umwelt). Als nächstes fliegt einem der Satz um die Ohren, dass es auch gar nicht gesund ist, sich pflanzlich zu ernähren, weil die Evolution habe schließlich gezeigt, dass der Mensch Fleisch essen muss (Gesundheit), der Mensch ist halt ein Jäger (Ethik).

(Hach, ich überlege mir echt, hier die besten Argumente aufzulisten, die mir in der Woche so zum Thema „Fleisch essen ist gut und richtig“ entgegengebracht wurden…. Aber naja, man kann sich auch einfach „77 Gründe die Fleischesser sagen“ angucken, damit wäre dann eigentlich alles erläutert….)

Naja, auf jeden Fall habe ich festgestellt, dass ein wildes Durcheinander an Argumenten kein guter Ausgangspunkt ist um ne sinnvolle Diskussion zu führen (Welch Wunder). Ich kam also dank Themenwoche auf zeitonline endlich auf den Trichter: Erst mal Luft holen und rausfinden: Auf welcher Ebene wird gerade über den Veganismus diskutiert? Dann die passenden Argumente suchen. Und auch die Gegenseite immer darauf aufmerksam machen, vor welchem Hintergrund gerade das Thema diskutiert wird.

Also um es kurz zu sagen: Erst denken, dann reden! 🙂 Gilt für beide Seiten.

Meine Argumente für den Veganismus lassen sich auf 3 Ebenen aufteilen:

  • Ethik
  • Umwelt
  • Gesundheit und Ernährung

Gesellschaft wäre vielleicht noch ein vierter Punkt. Aber der Punkt Ethik deckt auch die meisten „gesellschaftlichen Argumente“ mit ab.

Mein Entschluss vegan zu leben, war bei mir eine ethische Entscheidung. Für andere finden sich die Gründe für die Umstellung auf eine vegane Lebensweise in andere Bereichen… Umweltschutz oder Gesundheit/Ernährung.

Vegan zu leben, ist für mich die einzig mögliche Lebensweise um meinen Werten gerecht zu werden. Ich will nicht, dass Tiere für meinen „Genuss“ leiden müssen. Und was toll ist: 🙂 Nebenbei tut’s auch noch der Umwelt gut. Aber wie sehr sich meine alte Ernährungsweise auch auf die Umwelt ausgewirkt hat wurde mir erst im Laufe meiner „Recherchen“ bewusst… Als ich bereits (aus ethischen Gründen – wegen den Tieren) beschlossen hatte, auf tierische Produkte zu verzichten. Der gesundheitliche Aspekt ist der, der mir persönlich am wenigsten bedeutet und mit dem ich mich bis jetzt auch am wenigsten auseinandergesetzt habe. (Solange es mir gut geht! 😉 )  Ich hatte auch früher nie das Gefühl, mich ungesund zu ernähren, ich wollte nicht abnehmen oder ähnliches…. Natürlich wurde ich auch zwangsläufig mit den gesundheitlichen Themen die mit Veganismus in Verbindung stehen konfrontiert: B12 Mangel bzw. Substitution, weniger Eiweißquellen zur Verfügung zu haben und auch die „Warnungen“ vor Soja haben mich anfangs verunsichert. Aber umso länger ich mich damit auseinandergesetzt habe, desto klarer wurde mir auch, dass eine Ernährung mit Milch und Milchprodukte auch nicht 100%ig gesund ist, nicht 100%ig gesund sein kann…. Allein wenn man sich vor Augen führt, dass es von der Natur eigentlich nicht vorgesehen ist, auch als Erwachsener noch Muttermilch zu konsumieren und was Kuh und Huhn in der Industrie alles zum Futtern bekommen… Nee, das kann nicht gesund sein….

…. futtert sich durch’s vegane Sortiment.

Beim Kaufland gibt’s Soja-Vanille-Eis. Fazit: Schmeckt. 🙂 Wahrscheinlich sind leckere, genmanipulierte Sojabohnen verarbeitet, bio ist es auf jeden Fall nicht…. Würde gerne mal das Lupineneis ausprobieren. Nur leider habe ich keinen Edeka in der Nähe.

Eine Bestellung von alles-vegetarisch bahnte sich ihren Weg zu mir. 🙂 Inhalt:

Süßer, ungesunder, leckerer Kram.

Fastfood im hübschen Plastikmantel. Die ökologische Sünde.

Lupinenfilet – sehr empfehlenswert…

Und: Superfoods. Special-Macha-Kakao und Goji-Beeren um genau zu sein. Schmeckt, aber zu teuer. Ich bleibe bei normalem Kakao und Cranberries.

Apropos Cranberries…. Seit neuestem esse ich Trockenfrüchte. Und ärger mich, dass ich ein viertel Jahrhundert alt werden musste um auf den Geschmack zu kommen.  😉 Früher konnte ich die nie leiden bzw. hab ich sie nie wirklich probiert. Jetzt bin ich ihnen verfallen. Aprikosen, Datteln, Feigen, Mango, Apfel. Und Nüsse. Yammi! 🙂 Kalorienbombe schlechthin… Ich muss aufpassen, dass ich mir keine überflüssigen Kilos anfuttere wenn ich von so viel leckerem Zeug umgeben bin.

Das Thema Alpro hat mich die letzten Tage enorm beschäftigt.

Bei meinen ersten Schritten im veganen Leben auf der Suche nach veganen Alternativen für Jogurth, Milch und Pudding, bin ich natürlich, wie wohl jeder, über Alpro gestolpert. Etwas verunsichert wegen der Debatte, wie gesund/ungesund Soja ist, wollte ich nicht jeden Tag Sojamilch in meinen Kaffee schütten und drum kam mir anfangs der (teure) Haselnussdrink gerade recht, zwar auch mit überflüssigen Zusatzstoffen aber sehr lecker. Und die Puddings fand ich auch echt gut. Früher habe ich gern Jogurth mit Früchten gegessen, der Pudding war meine Alternative. Sojajogurth kaufte ich bis jetzt von Provamel.

Irgendwann erfuhr ich natürlich, das Provamel auch alpro ist, nur bio (und teurer). Und irgendwie hat mich diese Tatsache schon etwas skeptisch gemacht. Warum produziert eine Firma einmal bio und einmal nicht und vertreibt das alles unter 2 unterschiedlichen Namen? Gerade bei Soja ist Gentechnik ja keine Seltenheit mehr. Naja, egal, komplette Ernüchterung trat auf jeden Fall ein, als ich die App (sehr empfehlenswert) von Animals‘ Liberty auf dem Handy hatte. Alpro war von dieser Organisation mit einem roten Label ausgezeichnet worden (Alverde übringens auch), d. h. Animals Liberty empfiehlt diesen Hersteller zu boykottieren. Grund: Alpro wurde 2009 von  „Dennfoods“ aufgekauft, ein großer Milchkonzern, der immer wieder wegen miserabler Haltungsbedingungen bei den Milchkühen seiner Zulieferer in der Kritik stand. Um den Ganzen noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen, arbeitet dieser Konzern auch noch mit Monsanto zusammen. „Dennfoods“ hat alpro zwar mittlerweile ausgegliedert, besitzt aber immer noch 20% Aktienanteile an „White Wave Foods“ (das Unternehmen zu dem alpro gehört).

Oh Gott, dieses ganze Industriezeugs is echt anstrengend. Und es hat gedauert, bis ich mir im Klaren war, welche Position ich jetzt gegenüber alpro einnehme, ob ich diesen blöden Pudding noch kaufe oder nicht. Ich kaufe nichts mehr von Alpro. Es gibt viele Alternativen, Nussmilch kann man selber machen und meine Angst vor Soja ist auch schon länger überwunden und ja, auch Pudding kann man selber kochen. Der ist dann sogar günstiger, in Bioqualität und macht nicht so viel Müll.

Und klar sollten pflanzliche Alternativen gefördert werden. Aber ich muss dafür nicht zwingend Produkte von alpro kaufen. Es geht nicht nur darum, dass alpro ein Ableger von Dennfoods ist (dem Tiere egal sind), zu meinem Entschluss hat auch geführt, dass alpro eben nur teilweise bio produziert und Monsanto wie eine böse Wolke darüber schwebt. Nur das mit Joghurt wird ein Problem… Ich seh schon: Nächste Anschaffung: Joghurt-Maschine.

Es ist so schwer das alles zu durchschauen. Und ich bin froh, dass es Organisationen wie Animals‘ Liberty gibt, die uns Verbrauchern so viele Informationen zugänglich machen. Mittlerweile habe ich auch kapiert, dass es fast unmöglich ist, absolut kein Tierleid (oder andere Formen der Ausbeutung) (über Umwege) zu unterstützen.

Bei Facebook viel vorhin der Vergleich mit dem Supermarkt. Wenn man alpro nicht mehr kauft, weil Denfoods dran verdient, dürfte man auch keine veganen Artikel mehr im Supermarkt kaufen, der auch nicht-vegane Produkte vertreibt und daran verdient. Man muss entscheiden wie weit man geht…. Kauft man vegane Artikel im Supermarkt, kauft man nur noch im Biomarkt, kauft man nur noch in veganen Shops, baut man nur noch selber an usw. Immer diese Konfrontation mit den eigenen Wertvorstellung, was find ich noch okay, was nicht, Grenzen setzen, Entscheidungen treffen. Wenn man nichts hinterfragt und konsumiert ohne nachzudenken lebt es sich definitiv einfacher. Aber wie ich neulich schon mal geschrieben habe… Es ist auch ein gutes Gefühl der Selbstbestimmung. Man setzt sich ja nicht nur mit „Nahrung“ auseinander sondern begreift auch viele Zusammenhänge. Und Wissen ist ja bekanntlich Macht…. 🙂